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2021 ging weintechnisch in die Geschichtsbücher ein, es war nämlich das Geburtsjahr des Prosecco Rosé !
Unsere 9 Facts verraten das Wichtigste zum «neuen» Getränk.

Lange wusste ich selber nicht, dass Prosecco eine geschützte Bezeichnung ist oder wo und woraus das Original produziert wird.
Ist Prosecco eine Region? Oder heisst die Traubensorte so und das Getränk darf sich somit auch Prosecco nennen, wenn es zum Beispiel in Österreich produziert wird? Wir nehmen die kürzliche Überarbeitung der Produktionsbestimmungen zum Anlass aufzuklären und erzählen euch alles Wichtige, was es zu Prosecco und der neuen Rosé Variante zu wissen gibt.

  1. Prosecco DOC ist ein geschützter Begriff. DOC heisst so viel wie «Dominazione Origine Controllata». Das bedeutet, dass sich ausschliesslich Prosecco nennen darf, was gewisse Bestimmungen erfüllt: Die Region, in der das Getränk hergestellt wird, aber auch das Verfahren bei der Produktion sowie die Traubensorten, die dafür verarbeitet werden, sind streng geregelt.
  2. Kommen wir zur Region bzw. den Regionen, es sind deren nämlich zwei: Venetien und Friaul-Julisch Venetien, in denen von der Lesung über die Produktion bis zur Abfüllung alles vonstatten gehen muss, damit sich das Getränk Prosecco DOC (und neu auch Prosecco DOC Rosé) nennen darf.
  3. Es gab tatsächlich bis 2009 eine Traubensorte namens Prosecco. Die Sorte existiert zwar nach wie vor, sie wurde  jedoch in Glera umbenannt, um Konfusion vorzubeugen. Denn Glera (bzw. ehemals Prosecco), konnte ja auch ausserhalb der beiden erlaubten Regionen angebaut werden, ein Original Prosecco ergab dies trotzdem nicht, weil die Traubensorte ja nicht aus den beiden oben erwähnten Gebieten stammte.
  4. Ein original Prosecco DOC Rosé muss aus mindestens 85 % Glera Trauben und mindestens 10 % Pinot Noir bestehen. Letzterer verleiht dem Getränk nicht nur Farbe, er sorgt auch für fein-beerige Aromen.
  5. Rosafarbener Schaumwein ist in Italien übrigens keine Neuheit, er durfte sich bisher nur nicht Prosecco nennen.
  6. Es wird erwartet, dass jährlich schon bald über 40 Millionen Flaschen des neuen Rosé-Getränks produziert werden. Vom klassischen Prosecco wurden bisher jährlich im Schnitt etwa 500 Millionen (!) Flaschen abgefüllt.
  7. Wie erkenne ich auf den ersten Blick, dass ein original Prosecco DOC Rosé vor mir steht? Am Flaschenhals muss eine Banderole angebracht sein und auf dem Etikett darf der Begriff «Millesimato», gefolgt vom Jahrgang nicht fehlen.
  8. Wie kommt die Perlage, also die Kohlensäure ins Getränk? Beim Prosecco DOC und DOC Rosé muss dies per Zweitgärung von mindestens 60 Tagen im Tank passieren.
  9. Last but not least: Prosecco gibt es niemals in Dosen und schon gar nicht im Tetra Pack oder andern Gefässen. Das Original wird ausschliesslich in der Glasflasche angeboten.

So, damit seid ihr fit, um beim nächsten Tischgespräch über Schaumwein so richtig schön Eindruck zu schinden. Salute!

🇪🇺 Campaign financed according to UE regulation no. 1308/2013
-Kooperation-

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