Heutzutage kennen wir die Herbstrübe ja vor allem von den traditionellen «Räbeliechtli»-Umzügen. Das Wintergemüse kann aber noch viel mehr, wer hat zum Beispiel schonmal Rüäbäschnaps getrunken? 

Die Räbeliechtli-Umzüge an kalten Novemberabenden sind tatsächlich einer der Gründe, weshalb die Räbe in der Schweiz nach wie vor angebaut wird. Früher feierte man mit der heimeligen Prozession durchs Dorf die Ernte der letzten Rüben, heute dient der Event vor allem dazu Kinderaugen zum Leuchten zu bringen. Hier kommen 7 weitere spannende Facts zur Herbstrübe:

  1. Wie die meisten Gemüsesorten hat auch die Herbstrübe viele Namen. Die in der Schweiz geläufige Bezeichnung als «Räbe» kennen wir bereits. Andere Bezeichnungen sind weisse Rübe, Krautrübe, Ackerrübe, Wasserrübe und Stoppelrübe.
  2. Das weiss-lila Gemüse besteht zu 90% aus Wasser und ist damit das wasserreichste Wurzelgemüse.
  3. In der Herbstrübe stecken unter anderem die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Eisen.
  4. Im Mittelalter wurde die Räbe als Grundnahrungsmittel geschätzt. Wie viele alte Gemüsesorten wurde sie irgendwann fast vollständig von der Kartoffel verdrängt.
  5. Wenn die Wasserrübe gegessen wird, dann selten roh, da sie nicht gerade leicht verdaulich ist. Besser bekömmlich wird sie als Bestandteil von Eintöpfen und Schmorgerichten.
  6. Ein bekanntes traditionelles Gericht aus Räben ist der Räbebappe, eine Art Kartoffelstock aus Kartoffeln, Milch und eben – Räben.
  7. Wer mit der Räbe als Gemüse nichts anfangen kann, findet vielleicht mehr gefallen an ihr in Form von Rübenschnaps. Dieser so genannte Krautinger ist ein hochprozentiger Schnaps, der aus gegärten Herbstrüben hergestellt wird und sich durch einen unüblichen, gemüseartigen Geschmack auszeichnet.

Die Herbstrübe gibt es bei uns von September bis Dezember. Wann welche Gemüsesorten jeweils Saison haben, kann übrigens im Saisonkalender von gemuese.ch nachgeschaut werden.

 

Bildquelle: anothermothernaturestory

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