«Federkohl» hört sich ja nicht wirklich trendy an, der englische Begriff «Kale» wirkt da schon viel cooler… Und richtig «cool» ist das Grünzeug definitiv! Warum? Hier erfährst Du es…

Kale kann in der Küche auf verschiedenste Arten verarbeitet werden und ist äusserst reich an Mineralstoffen und Vitaminen, die wir gerade im Winter dringend benötigen.
Dass Kale unserem Körper so gut tut ist auch der Grund dafür, dass das Gemüse zu den Superfoods gezählt wird und zurzeit eine wahre Renaissance erlebt!

Die Geschichte
Federkohl ist alles andere als eine neue Gemüsesorte. Bereits seit über 2000 Jahren wird er angebaut und war beispielsweise in der Römerzeit sehr beliebt. Seine Popularität nahm im 20. Jahrhundert ab, nur um jetzt ihren bisherigen Höhepunkt zu erreichen. Kleine Anekdote hierzu: Vor drei Jahren war ich in New York und in jedem cheiben Salat steckte dieses «Kaaaile» drin. Als ich dann die grünen krausen Blätter sah war ich ziemlich ratlos – warum nur sind alle so wild auf dieses Zeug? Später im Hotel klärte mich Bruder Google dann darüber auf, dass es sich beim vermeintlichen Wunderkraut um nichts anderes als eben Federkohl handelt, dessen enormer Nutzen für unsere Gesundheit gerade wiederentdeckt wurde.

Die Inhaltsstoffe
Kale beinhaltet mehr Vitamin-C als Orangen und ist damit eines der Vitamin-C reichsten Gemüse überhaupt – bereits eine Tasse deckt den gesamten Tagesbedarf eines Menschen ab. Ausserdem enthält er auch viel Vitamin-K und wirkt antioxidativ, unterstützt also den Entgiftungsproxess im Körper. Weitere Inhaltsstoffe sind Omega-3-Fettsäuren, Eisen, Kalzium, Eiweiss und Folsäure – nicht schlecht, oder?

Der Anbau
Federkohl kann ab Mai gezogen werden und ist eine zweijährige Pflanze, das heisst, dass er im zweiten Jahr blüht. Werden die Blüten befruchtet, bildet das Gemüseschoten. Angebaut wird er mittlerweile zum Glück wieder im grossen Stil, deshalb ist Kale nicht mehr nur auf Märkten, sondern auch in vielen Supermärkten zu finden.

Die Ernte
Traditionellerweise wird Federkohl nach dem ersten Frost, also gegen Ende Jahr geerntet. Das ist auch deshalb so, weil sich durch die tiefen Temperaturen mehr Zucker in den Zellen anreichert und das Gemüse dadurch besser schmeckt. In der industriellen Produktion wird jedoch oft schon im September geerntet.

Die Verwandten
Unser Federkohl stammt ursprünglich vom sogenannten Wildkohl ab, einer sehr alten Blattkohlsorte, die auch heute noch in gewissen Mittelmeerregionen verbreitet ist. Verwandt ist Kale zum Beispiel auch mit Broccoli, Rosenkohl und Kohlrabi.

Die Rezepte
Wer Rezepte mit Kale sucht, wird auf jeden Fall fündig, es gibt tausende davon. Egal ob im Salat, Smoothie, Eintopfgericht oder als Kale-Chips. Da Federkohl, wie praktisch jedes Gemüse beim Erhitzen Vitamine verliert, mixe ich ihn roh in meine grünen Smoothies.

Tipp
Ich habe fast immer Kale zu Hause, obwohl ich ihn nicht so oft kaufe. Wie das? Ich friere ihn einfach ein! So habe ich immer Kale zur Hand, wenn ich Lust auf einen gesunden Saft oder Smoothie habe.

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Bildquelle: Shutterstock

 

 

 

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