Lachs Teriyaki ist ein typisches Angeber-Rezept. Sieht kompliziert aus, ist aber mehr als simpel und macht auch optisch eine echt gute Falle. Wir verraten dir wie’s geht.

Auf die Idee zu diesem Gericht sind wir gekommen, weil wir einfaches Menu kreieren wollten, mit dem auch weniger oder sogar nicht-versierte Hobbyköche vor ihren Liebsten brillieren können. Lachs ist ein Fisch, den fast jeder nicht-Vegetarier mag, Teriyaki Sauce nicht unglaublich lecker zu finden ist auch eher schwer und last but not least sieht Lachs mit der dunklen Sauce ummantelt, bestreut mit schwarzem Sesam auch ein wenig nach Haute-Cuisine aus, oder? Übrigens, kleiner Tipp für Vegetarier – gebratener oder gebackener Tofu schmeckt mit Teriyaki-Sauce auch ganz wunderbar.

Die Zutaten
Lasst euch von Zutaten wie Sesamöl, schwarzem Sesam oder Mirin nicht ins Bockshorn jagen. Mittlerweile gibt es diese nicht nur im Asiashop, sondern auch in sehr vielen Supermärkten zu kaufen, man findet sie meist bei den asiatischen Produkten.
Lachs kaufen wir meist jenen aus Schweizer Zucht, diesen gibt es unseres Wissens nach nur an Fischtheken. Er ist zwar nicht günstig, wurde dafür ohne Chemikalien und Antibiotika aufgezogen und hat auch keine Weltreise hinter sich, sondern kommt aus dem Graubünden. Am besten einfach nach «Swisslachs» fragen.
Natürlich funktioniert das Rezept auch mit anderem Lachs nach Wahl.

Last but not least könnt ihr euch überlegen, ob ihr zusätzlich Reis dazu servieren wollt. Gerade bei einem Date möchte man sich ja nicht überessen und aus unserer  Erfahrung reicht ein Fischfilet von ca. 200 g kombiniert mit einer ordentlichen Portion Gemüse, um satt zu werden. Wer auf Reis aber nicht verzichten möchte, sollte sich unbedingt für einen hochwertigen Jasminreis entscheiden. Da gibt es geschmacklich und von der Konsistenz her riesige Unterschiede und es lohnt sich definitiv, auch mal das Doppelte für ein halbes Kilo Reis zu bezahlen.

Wer auch ein simples aber unglaublich leckeres Dessert zaubern möchte, kann sich unser  Schokoladenmousse mit Amaretto ansehen.

Itadakimasu! das heisst soviel wie «guten Appetit!» auf Japanisch.

Dauer ca. 40 Minuten
Rezept für 2 Personen

Zutaten

Lachs Teriyaki

  • 2 Lachsfilets à je 200-210 g mit Haut
  • wenig Mehl
  • 2 EL Sesamöl
  • 0.7dl Sojasauce
  • 3 TL Rohrzucker
  • 1 dl Mirin (süsser Reiswein)
  • 0,6 dl Wasser
  • 1 TL Sesamsamen, zusätzlich ein wenig Sesam zum Garnieren (schwarz oder weiss spielt keine Rolle)
  • 1 Frühlingszwiebel, das Grün in Röllchen geschnitten
  • optional 1,5 TL Maisstärke, in 30 ml kaltem Wasser aufgelöst, um die Sauce zu verdicken

Chili-Pak Choi

  • 3-4 Pak Choi, je nach Grösse und Gusto geviertelt oder weiter zerkleinert. Pak Choi erst nach dem Schneiden waschen, da die Verunreinigungen sich vor allem im Stiel verstecken. Das Gemüse darf beim Braten ruhig noch nass/feucht sein
  • 1,5 EL Sesamöl
  • 1-2 Peperoncini, je nach (gewünschter) Schärfe, in Röllchen
  • 2,5 EL Sojasauce

Reis 

  • optional zusätzlich 150 g qualitativ guter Jasminreis

Zubereitung

Zubereitung

  1. In einem kleinen Suppentopf Sojasauce, Rohrzucker, Mirin, Wasser und 1 TL Sesamsamen aufkochen. Danach die Hitze auf mittlere Stufe herunterschalten und Sauce ca. 15 Minuten köcheln lassen.
  2. Gleichzeitig den Lachs kurz unter kaltem Wasser abspülen und mit Haushaltspapier trockentupfen. Danach in wenig Mehl wenden und zur Seite stellen, bis die Sauce fertig ist.
  3. Pak Choi in einer Bratpfanne im Sesamöl 1 Minute anbraten, danach die Hitze auf mittlere Stufe stellen, Chili sowie Sojasauce beigeben & vermischen. Das Gemüse so lange garen/braten, bis es die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Wir mögen es noch schön knackig, somit ist der  Bratvorgang bei uns nach ca. 5-7 Minuten bereits beendet. Pak Choi (wenn nötig) mit Salz abschmecken. Wer Probleme mit dem Timing hat, kann den Pak Choi so lange braten, bis er fast gar ist und dann in der Pfanne zur Seite stellen. Kurz bevor der Lachs fertig ist, das Gemüse aufwärmen.
  4. Zurück zur Sauce. Wir mögen sie sirupartig, das kann aber jeder für sich entscheiden. Wem die Sauce eher wässrig bereits gefällt, kann nun bereits den Lachs braten, ansonsten zuerst die Wasser-Maisstärke Mischung in die Sauce rühren und diese weiter köcheln lassen. Bereits nach 1-2 Minuten ist die Sauce dicker geworden. Je länger man sie nun weiterköchelt, desto dicker wird sie.
  5. Zum Schluss muss nur noch der Fisch in einer beschichteten Bratpfanne gebraten werden:
    Sesamöl in der Pfanne erhitzen, Fisch bei recht hoher Temperatur beidseitig ca. 40 Sekunden anbraten. Hitze auf mittlere Stufe herunterschalten und den Fisch beidseitig je ca. 2 bis 2,5 Minuten braten. Wer ein Küchenthermometer besitzt, steckt dieses in die dickste Stelle des Fischs. Hat die Kerntemperatur ca. 58 Grad erreicht, ist der Fisch perfekt durch.
    Wer kein Thermometer zur Hand hat – kein Problem, dann einfach ungefähr an obige Zeitangabe halten. Natürlich variiert die Bratzeit etwas, je nach Dicke der Filets und eigenem Geschmack.
  6. Kurz vor Schluss die Sauce zum Fisch in die Bratpfanne leeren und den Fisch pro Seite ca. 15 Sekunden darin köcheln. Fisch herausheben, auf einen Teller geben, mit Mehr Sauce beträufeln und mit Sesamsamen und optional Frühlingszwiebeln garnieren.
  • Wer Reis dazu wünscht, kann diesen nach Packungsangabe zubereiten.

 

Bemerkungen

Tipps:

  • Die Haut hält das Filet beim Braten zusammen, deshalb empfehlen wir ein Filet mit Haut zu kaufen. Wer den Fisch danach aber lieber ohne Haut essen möchte, kann diese nach dem Braten ganz leicht abziehen.
  • Den Lachs eine halbe Stunde vor Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, damit er Zimmertemperatur annimmt.