«Der Romanesco ist wahre Perfektion!», schwärmte mein Mathe-Lehrer einmal. Das Gemüse sei ein Beispiel für die Schönheit der Mathematik. Was dahinter steckt verrät einer unserer 10 Romanesco-Facts!

  1. Das faszinierende Aussehen hat der Romanesco seinem mathematischen Aufbau zu verdanken. Der Kohlkopf besteht aus vielen Türmchen, die Kopien des ganzen Kopfes sind – eine sogenannte fraktale Struktur. Zudem sind die einzelnen Türmchen perfekte Fibonacci-Spiralen (ähnlich wie beim Schneckenhaus). Diese geometrisch ideale Form ermöglicht dem Gemüse nämlich eine optimale Lichtausbeute. Hübsch also und clever dazu!
  2. Die Römer kultivierten den Romanesco schon sehr früh in weiten Gebieten rund um Rom. Davon zeugt u.a. ein Sonett aus 1834 des berühmten Lokalkünstlers Giuseppe Gioacchino Belli, der das Gemüse in römischem Akzent (romanesco) besingt.
  3. Aufgrund seiner angeblichen Fähigkeit Alkohol aufsaugen zu können, genossen die alten Römer das Gemüse oftmals als Vorspeise, bevor sie sich dem grossen Gelage widmeten.
  4. Wie die anderen Gemüse der Kohl-Familie ist auch der Romanesco reich an den Vitaminen A und C, sowie den wichtigen Nährstoffen Eisen, Magnesium, Kalium und Phosphor. Allerdings enthält er – im Gegensatz zu anderen Kohlsorten – kaum blähende Substanzen und ist leicht verdaulich.
  5. Eine Studie aus Kalifornien fand heraus, dass das im Romanesco enthaltene Sulforaphan möglicherweise bei der Hemmung der Gene hilft, die für das Älterwerden der Zellen verantwortlich sind – Botox zum essen sozusagen 🙂
  6. Dass der Romanesco mit dem weissen Blumenkohl verwandt ist, lässt sich kaum übersehen. Die beiden Cousins unterscheiden sich – abgesehen vom Aussehen – hauptsächlich darin, dass der eine ganz viel und der andere gar keine Sonne verträgt. Wie man beim Blumenkohl vom Feld oft sehen kann, ist dieser durch seine eigenen Blätter gut geschützt. Der Romanesco hingegen streckt seine Röschen gern der Sonne entgegen und verdankt die satte Farbe dem dabei entstehenden Chlorophyll. Übrigens ist der Romanesco eine Kreuzung seiner beiden Cousins Blumenkohl und Broccoli.
  7. In dem man den Kohl sanft dämpft, bleibt der grösste Teil der Vitamine und Mineralstoffe erhalten. Diese Zubereitunsgmethode ist also vom gesundheitlichen Standpunkt dem Kochen oder Backen vorzuziehen. Ganz junges Gemüse lässt sich auch als Rohkost geniessen. Beim Zubereiten den Stamm nicht wegwerfen, sondern geschält und gewürfelt ins Rezept integrieren.
  8. Tipp: Damit der Romanesco seine schöne Färbe behält, diesen vor dem Zubereiten mit etwas Zitronensaft beträufeln.
  9. Weil der Kohlkopf ein «Gfröörli» ist, verzichtet er gern auf den Winter. Die Saison startet erst Ende Mai und dauert bis Ende Oktober. Im Kühlschrank ist er 3-4 Tage haltbar, danach verliert der Romanesco den Grossteil seiner Nährstoffe.
  10. Beim Einkauf sollte auf eine satte Farbe, knackige Blätter und einen festen Stamm geachtet werden. Zudem sollte sich der Romanesco schön schwer anfühlen.

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-Kooperation-

 

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